Coba

Dem kulturellen Anspruch der vielzähligen Maya-Ruinen auch gerecht zu werden, entschlossen wir uns an einem verregneten Tag, die Pyramiden von Coba aufzusuchen. Die Fahrt führte uns über Tulum in den Urwald in die ca. 100 Kilometer entfernte präkolumbischen Mayasiedlung. Zu Fuss erreichen wir die archäologische Stätte, die etwa 600 n. Chr. gegründet wurde, sie umfasste einst 6000 Gebäude mit vielen Verbindungsstrassen, die noch heute zum größten Teil nicht freigelegt sind.
Coba war demnach ein wichtiger Knotenpunkt für den Handel zwischen den karibischen Häfen der Maya und den Stadtstaaten im Landesinneren. Eine wunderschöne Geräuschkulisse des Urwaldes erwartete uns, auch die Stechmücken, vor denen in jedem Reiseführer gewarnt wird, blieben aus.
Nach ca. 1 Kilometer Wanderung, vorbei an mehreren Tempelpyramiden erreichten wir die Pyramide Nohoch Mul (großer Hügel), mit ihren 42 Meter Höhe das höchste präkulumbische Bauwerk Yucatáns. Neben vielen Amerikanern erreichten wir die Spitze der Pyramide und hatten von hier oben einen phantastischen Ausblick auf die Umgebung und die unendliche Weite des Urwaldes.
Bald wurde es Abend, der Nationalpark schließt um 18 Uhr, als wir ziemlich kaputt wieder unser Auto erreichten. Der Besuch hat sich für uns wirklich gelohnt.

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