Antigua

Auf der Fahrt nach Antigua überwanden wir die Highlands von Guatemala. Traumhafte Landschaft bot sich für uns, eine hervorragende Strasse schnitt sich in die Höhen und Tiefen der Wälder und Berge, Guatemalteken in ihren Trachten säumten den Weg durch das Land. Guatemala City empfanden wir wie es uns verheißen wurde, dicker Dieselqualm, chaotische Verkehrsbedingungen und fehlende Beschilderungen führten uns in die vielfach angepriesene ehemalige Hauptstadt Guatemalas. Kopfsteinpflaster, maximal zweistöckige wunderschöne Häuser empfingen uns mit sehr viel Charme und unerwarteter Gastlichkeit. Leider fanden wir keinen Platz in der von unseren Freunden Karin und Dirk angepriesenen Unterkunft, so quartierten wir uns für 3 Tage in einem wunderschönen Hotel im Zentrum ein, bei dem auch unser Auto einen sicheren Stellplatz hatte.
Wunderschöne Cafes, hervorragende Speiselokale und einige Kneipen galt es zu besuchen, auch der Kuchen fand nach langer Zeit bei uns beiden wieder Anklang. Wir besichtigten einige Sehenswürdigkeiten und genossen den Flair dieses Kolonialstädchens mit der facettenreichen Kultur. Viele Sprachreisende besuchen diese Stadt, um hier Spanisch zu lernen oder einfach zu verbessern. An einen der Abende lernten wir Johannes kennen, einen Kieler, der hier seit 3 Wochen Spanisch lernt und im Anschluss daran an einem deutschen Hilfsprojekt für Guatemala teilnehmen will. Die Leute sind auch hier äußerst hilfsbereit und freundlich, wir fühlen uns sichtlich wohl. Am folgenden Tag nehmen wir den Vulkan de Agua in Angriff. Mit seinen 3.760 Metern Höhe gehört er zu einem der höchsten Guatemalas. Die Strecke können wir mit unserem Jeep zur Hälfte meistern, hier kann er zeigen, wozu eine Getriebereduktion und der Allradantrieb gut ist, Silke wird teilweise Schwarz vor Augen. Der Nebel bricht herein, eine unglaubliche Atmosphäre tut sich auf, wir wandern mitten in den Wolken. Auch hier begegnen wir trotz Warnungen vieler Reiseführer auf äußerst freundliche Bergbauern und Hirten, die uns mit einem freundlichen Holá begrüßen. Der immer stärker werdende Regen hinderte uns daran, die Spitze des Vulkans zu erreichen, so erreichten wir patschnass unser Auto am Fusse des Berges. Der Weg formte sich zu einem reißenden Bach, kein Schlagloch und keine Fahrrinne war mehr zu erkennen, glücklich und unversehrt erreichten wir wieder Antigua.
Das Wissen um die Schönheit und Einzigartigkeit der Landschaft um Antigua und den angrenzenden Highlands veranlasste uns, nocheinmal in das Hinterland zu fahren. Ziel: Languin und Semuc Champey!

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