Fortuna, Lake Arenal

Die Fahrt von Monteverde zum Lake Arenal führte uns über den Ort Tilaran. Haben wir die Geländegängigkeit unseres Jeeps während der Anfahrt immer wieder genossen, so nervte uns die Fahrt über die endlose Schotterstrecke hinab ins Tal, irgendwann hat man dann genug. Endlich erreichten wir mit Tilaran wieder halbwegs fahrbare Strassen, die zum Lake Arenal führten.

Entlang des Sees stießen wir auf das Windsurf-Eldorado nordwestlich des Sees, in dem jährlich auch Weltmeisterschaften ausgetragen werden. Ein verlassener Surfer übte bei ca. 4 Windstärken, die Surf-Saison ist hier von Dezember bis April, so zogen wir weiter entlang des Stausees, der 1974 geflutet wurde. Weit vor Nuevo Arenal machten die Schilder eines deutschen Bäckers auf sich aufmerksam, der hier Deutsches Brot, Brezn, Schweinebraten mit Knödel, Erdinger Weißbier und weitere typische Schmankerl anbot. Wir konnten den Verlockungen nicht wiederstehen und kauften 8 Brezn für die Weiterfahrt und für das Abendessen.

Auf dem Weg nach Fortuna wurden wir plötzlich aus der typischen Costa Rica-Idille gerissen. An einem Hang imitierte ein Schweizer die Landschaft des Kantonlandes, 3 Bauernhöfe im Graubündener Baustil, ein original Schweizer Panorama-Bus, eine Zahnradbahn und eine Kapelle erzeugen beim Betrachter ein fast heimisches Gefühl. Der Besitzer des Hotels Los Heroes vermietet auch Zimmer und lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft.


 

In Fortuna quartierten wir uns in der Pension Dorothy ein. Ein Schwarzer aus Puerto Limon führt mit seiner Frau die Pension, die Nachts einen Blick auf den aktivsten Vulkan Arenal zulässt. In Fortuna beginnt eine Toruismuswelle sondersgleichen. Überall entstehen kleine Hotels und Restaurants, Tourorganisationen und Entertainment erleben Hochkonjunktur, das meist amerikanische Publikum freut sich, ist man von Monteverde doch schon so verwöhnt!
Die Stadt selbst ist reizvoll. Bars, Restaurants und Supermärkte reihen sich entlang der Hauptstrasse, ein wenig europäisches Flair will aufkommen. Wir nutzten die Tage damit, nähere Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, zu Fuss,


 

bepackt mit Brotzeit und Getränke. Schade, die Wolken wollten den Gipfel des Vulkans nicht freigeben, es blieb bei einem Ausflug zum Wasserfall Carata, einer Wanderung nach La Guaria, Gott sei Dank spielte das Wetter mit. In dieser Jahreszeit regnet es hier sehr viel und so hatten wir Glück, einige Highlights der Umgebung zu sichten, weitab von Touristenströmen.

Wir wollen weiter nach San Josè.

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