Rio de Janeiro

Schon beim Anflug mussten wir konstatieren, dass Rio nicht umsonst zu den schönsten Städten der Welt gehört. Die umliegende Landschaft ist gespickt mit nicht unschöneren Zuckerhüten, mal bewachsen, mal der pure Granit. "Gott ist ein Brasilianer", heißt es in vielen Reiselektüren, bei der Fahrt durch die 8-Millionen Metropole wird man bereits angesteckt vom Leben dieser Stadt. Wenn auch etwas chaotisch, so versteht man die brasilianische Leidenschaft zur Formel 1, hier machen die Bus-Fahrer keine Ausnahme. Völlig unvorstellbar auf europäischen Boden, doch so schnell wie sich hier der Verkehr bewegt, haben wir das auf unserer gesamten Reise noch nicht erlebt. Silke wird es buchstäblich schlecht, mit welcher Geschwindigkeit sich selbst die Busse durch die engen Strassen zwängen. Atemberaubend, wie Hochhäuser, barocke Bauten, Tunnels und Parks ein immer wieder konträres Bild auf die nie endende Stadt abgeben. Wir verlassen unbeschadet den Bus und betreten den Asphalt der Av. Atlantica direkt an der Copacabana. Copacabana Holidays vermietet Appartements und Studios, die wochenweise günstiger sind als ein Hotel. Wir finden eine passende Unterkunft und werden Teil des Schicki-Mickis, welcher sich hier ab den 50er Jahren etabliert hat.

Der Reiseführer ist prall gefüllt mit Sehenswürdigkeiten, neben dem Zuckerhut und der Jesus-Statue laufen wir den Strand in Ipanema an, das größte Shopping-Center Rios, die Altstadt und auch das Sambadrom, das gerade abgebaut wurde.
Die Copacabana selbst gefällt uns gar nicht so gut, das Wasser ist erheblich kälter als in Fortalezza und Cumbuco, dennoch sauberer als dort. Wir leihen uns Fahrräder und erkunden die Gegend, am Sonntag sind alle Strandpromenaden für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Ein Antik-Markt erweist sich als Reinfall, da haben wir für uns nichts gefunden, das Schländern durch das Centro, Flamengo und das abendliche Flanieren an der Copacabana wird für uns zur Attraktion. Alle Stadtteile sind einfach mit der Metro zu erreichen, sie ist sicher und klimatisch komfortabel.
Zu Unrecht wird die Stadt als gefährlich bezeichnet. Sicher, viele Bettler fragen nach ein paar Münzen, Kinder betteln am Strand, wenn man aber freundlich ablehnt, gerät man nicht in Gefahr. Silke konnte sich auch alleine bewegen und hatte keine Minute darin Bedenken. Wie ein Merkblatt zu Rio richtig zu verstehen gibt, ist es wahrscheinlicher, sich an der Copa einen Sonnenbrand zu holen, als ausgeraubt zu werden!!

Wir blieben insgesamt knapp 2 Wochen in der wunderschönen Stadt. Wir beschlossen, Iguazu und andere Sehenswürdigkeiten aufzuschieben, wir kommen garantiert wieder, auch zu dritt....!

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